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1935 - 1939

Widerstand, Liebe und der Weg ins Exil

Dietrich Gerstels Übergang ins Erwachsenenalter in einem Deutschland, das von der Radikalisierung der Nationalsozialisten geprägt war. Sein Kampf mit den erdrückenden beruflichen Schwierigkeiten, die durch die Ausgrenzung verursacht wurden, und seine Heirat mit Irmgard Ostberg, die den Weg für ein hektisches bürokratisches Wettrennen ebnete, um noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aus dem Land zu fliehen. 

Absagebriefe: Die Jobsuche eines Juden

Nach Abschluss seiner Ausbildung begann Dietrich im Laufe des Jahres 1936 eine mühsame Stellensuche. Auf der Suche nach einer Anstellung schickte er zahlreiche Briefe an Unternehmen, Banken und wichtige Kontakte, wie beispielsweise den Bankier Otto Jeidels – einen Partner der Berliner Handels-Gesellschaft – und Karl Morawe, den Geschäftsführer der Permutit AG. Obwohl Persönlichkeiten wie die jüdische Aktivistin Lola Hahn-Warburg versuchten, ihn zu unterstützen, indem sie seine Bewerbung an Hilfsorganisationen weiterleiteten, fielen die Reaktionen auf dem Arbeitsmarkt durchweg negativ aus – eine systematische Blockade, die sich selbst gegenüber den Empfehlungen und dem Ansehen seines verstorbenen Vaters als undurchdringlich erwies.

Lola Hahn-Warburgs Antwort an Dietrich Gerstel (1936)

Da es keine direkten Stellenangebote gibt, berichtet die Gemeindevorsteherin, dass sie Dietrichs Bewerbung an die Jobbörse für jüdische Organisationen in Berlin weitergeleitet hat.

Antwort des Bankiers Otto Jeidels an Dietrich Gerstel (1936)

Jeidels lehnt die Bewerbung aufgrund des Einstellungsstopps der Bank ab. Das Dokument bestätigt, dass der Bankensektor für die jüdische Gemeinschaft dauerhaft verschlossen ist.

Karl Morawes Antwort an Dietrich Gerstel (1936)

Morawe lehnt die Anfrage ab, bietet jedoch an, Dietrich zu empfehlen, falls eine Stelle außerhalb des Unternehmens frei werden sollte.

Dietrich bei Kosmos Neuheiten: Feindseligkeit und Würde am Arbeitsplatz

Schließlich gelang es Dietrich im April 1937, eine Stelle bei der Exportfirma Kosmos Neuheiten G.m.b.H. in Berlin zu bekommen. Obwohl er zunächst als Freiwilliger mit einem symbolischen Stipendium von 50 Deutschen Mark (RM) begann, sicherte ihm seine Leistung bald eine Festanstellung mit einem Gehalt von 100 RM. Dort übernahm er Aufgaben im Buchhaltungs- und Kassenbereich und bewies dabei ein Maß an Kompetenz, das seine eigenen Arbeitgeber schriftlich anerkannten.

Im März 1938 kam es jedoch zu einem dramatischen Bruch in der Arbeitsbeziehung. Angesichts ihrer bevorstehenden Hochzeit und steigender Ausgaben bat Dietrich um eine Gehaltserhöhung. Die von Ernst Neuberg unterzeichnete Antwort der Geschäftsleitung war demütigend: Darin wurde ihr Arbeitsverhältnis als „Akt der Wohltätigkeit“ bezeichnet und die Gehaltserhöhung abgelehnt.

Anstatt das Angebot anzunehmen, trat Dietrich am 31. März 1938 in Würde zurück und beendete damit seine letzte offizielle Anstellung im nationalsozialistischen Deutschland.

Einstellungsschreiben der Kosmos Neuheiten G.m.b.H. an Dietrich Gerstel (1937).

Das Dokument besiegelt seine Einstellung als Verantwortlicher für die gesamte Buchhaltung des Unternehmens. 

Brief von Ernst Neuberg an Dietrich Gerstel (1938).

Nachdem sie es als „Wohltätigkeit“ bezeichnet hat, fordert sie ihn auf, noch vor seiner bevorstehenden Hochzeit zurückzutreten.

Liebe und Widerstand: Zusammenhalt in Zeiten der Verfolgung

Auf persönlicher Ebene unterhielt Dietrich das ganze Jahr 1934 über einen regelmäßigen Liebesbriefwechsel mit Rosemarie Albers, einer Krankenschwester im Oskar-Helene-Heim (OHH). Doch die Entfernung und der Lauf der Zeit ließen ihre Verbindung abkühlen, bis die Beziehung schließlich im Sande verlief. Um 1936, als er als Untermieter im Haus der Familie Ostberg wohnte, lernte er Irmgard kennen, die Tochter des Rechtsanwalts Ernst Ostberg. Ihre Liebesbeziehung vertiefte sich im Sommer desselben Jahres durch einen intensiven Briefwechsel und wurde im November 1937 mit ihrer Verlobung besiegelt.

Schließlich heirateten Dietrich Gerstel und Irmgard Ostberg am 14. April 1938 im Standesamt Berlin-Tiergarten. Das Paar bezog eine Wohnung in der Von-der-Heydt-Straße 6. Vor dem Hintergrund wachsender Feindseligkeiten und Verfolgungen war diese Verbindung nicht nur eine familiäre Entscheidung, sondern stellte einen Akt des Widerstands und ein entschlossenes Bekenntnis zum Leben und zur Zukunft dar.

Heiratsurkunde von Dietrich Gerstel und Irmgard Ostberg (1938)

Das amtliche Dokument, das in Berlin unter der Registrierungsnummer 215 ausgestellt wurde, besiegelt die eingetragene Lebenspartnerschaft des Paares. In der Urkunde werden Dietrich als Verkäufer und Irmgard als Stenografin aufgeführt.

Dietrich und Irmgard Gerstel (geb. Ostberg) bei ihrer standesamtlichen Trauung, begleitet von den Eltern der Braut, Ernst und Elsa Ostberg.

Vom Regime gebrandmarkt: Bürokratie, Kontrolle und Enteignung

Der Druck, den das NS-Regime auf Dietrichs Leben ausübte, nahm ab 1937 dramatisch zu. Im April desselben Jahres lud ihn die Berliner Polizei vor, um seine Militärakte einzusehen; drei Monate später wurde ihm sein Wehrpass (Wehrpass) ausgestellt. In diesem Dokument wurde Dietrich der „Ersatzreserve II“ (Ersatzreserve II) zugeordnet, einer Kategorie, die ausschließlich auf der Grundlage seiner Abstammung festgelegt wurde. Diese Einstufung war keineswegs eine routinemäßige Formalität, sondern fungierte als perverser Mechanismus der administrativen Segregation und systematischen Ausgrenzung innerhalb des Regimes. 

Dietrich Gerstels Wehrpflichtbescheinigung aus Berlin (1937)

Von Berlins 29. Polizeibezirk ausgestelltes Dokument, mit dem seine Einberufung zum Wehrdienst offiziell bestätigt wird. 

Dienstakte von Dietrich Gerstel (1937)

Das Dokument enthält Angaben zu seinem amtlichen Foto, seinen persönlichen Daten und seiner Einstufung in die Ersatzreserve der Kategorie II, was die behördlichen Versäumnisse vor seiner Auswanderung verdeutlicht.

Ende 1938 war die Verfolgung unerträglich geworden. Nach den Gewalttaten der „Nacht der zerbrochenen Scheiben“ (Kristallnacht) und dem Erlass des Dekrets zur endgültigen Beseitigung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben im November desselben Jahres war die Lage unhaltbar geworden. Vor diesem Hintergrund sah sich Dietrich gezwungen:

  1. Die Auferlegung registrierter Namen: Während Irmgard den Namen „Sara“ hinzufügen musste, beantragte sie, den Namen „Israel“ in ihre Identitätsangaben aufzunehmen – in strikter Übereinstimmung mit dem nationalsozialistischen Gesetz über die Änderung von Vor- und Nachnamen.
  2. Der Verlust der Mobilität und Unabhängigkeit: Im Dezember 1938 musste er seinen Führerschein und die Zulassung seines Fahrzeugs abgeben. Dies bedeutete das Ende der unabhängigen Mobilität, die er so sehr schätzte und die er sich durch den Umbau seines eigenen Autos erhalten hatte.
  3. Finanzielle Ausbeutung: Er musste die Beschlagnahmung seines Vermögens und die systematische Sperrung all seiner Bankkonten hinnehmen.
Antrag auf Einführung von Pflichtnamen durch Rassenverordnungen (1938)

Ein offizielles Dokument, in dem Dietrich Gerstel das Berliner Standesamt III darum bittet, die Namen „Israel“ und „Sara“ gemäß den Gesetzen des NS-Regimes in seine und die Unterlagen seiner Frau Irmgard einzutragen. 

Die Odyssee der Auswanderung: Von Berlin nach Havanna

Da ein Verbleib in Deutschland unmöglich war, begannen die Frischvermählten einen verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit, um auszuwandern. Dietrich zog Ziele wie die Vereinigten Staaten in Betracht – eine Option, die aufgrund der restriktiven US-Einwanderungsgesetze für Menschen mit Behinderungen jedoch ausgeschlossen war – sowie Palästina, wo sich seine älteren Geschwister bereits niedergelassen hatten. Letztendlich führte der gangbare Weg nach Lateinamerika.

Der Fluchtprozess erforderte eine überwältigende Menge an Unterlagen, die vom Regime verlangt wurden: Geburtsurkunden ihrer Vorfahren zum Nachweis ihrer Herkunft, Führungszeugnisse und strenge ärztliche Untersuchungen zur Bestätigung ihrer Reisefähigkeit. Trotz erdrückender finanzieller Schwierigkeiten gelang es der Familie, Fahrkarten bei der Reederei Hamburg-Amerika-Linie (HAPAG) zu buchen.

Nach monatelangen Formalitäten traf schließlich das Visum ein: Die Berliner Auswanderungsberatungsstelle stellte am 22. November 1938 die offizielle Bescheinigung für die Reise nach Südamerika aus. Nachdem die erforderlichen Steuer- und Arbeitsbescheinigungen vorlagen, wurde das Reiseziel am 25. Januar 1939 endgültig festgelegt.

Dietrich, Irmgard und ihr Schwager Hellmuth Ostberg gingen an Bord des Dampfschiffs M.S. Orinoco. Als sie vom Hamburger Hafen aus in See stachen, ließen sie ihren Besitz, ihre Staatsbürgerschaft und ihr bisheriges Leben hinter sich und nahmen Kurs auf eine ungewisse Zukunft, wobei Havanna auf Kuba ihr erstes Ziel war.

Bescheinigung der Auswanderungsberatungsstelle, Berlin (1938)

Das Dokument bestätigt die Absicht von Dietrich Gerstel und Irmgard Ostberg, nach Südamerika auszuwandern. 

Ausschiffungsausweis für Dietrich Gerstel im Hafen von Antwerpen, Belgien, an Bord der MS Orinoco (1939)

Die Genehmigung ermächtigte den Passagier, sich während des Zwischenstopps des Schiffes vor dessen Abfahrt nach Cherbourg, Frankreich, in der Stadt frei zu bewegen. 

Dietrich und Irmgard Gerstel, fotografiert auf dem Deck eines Schiffes, vermutlich der M.S. Orinoco, als sie im Januar 1939 Deutschland verließen.

Historische Dokumente

Vorläufige Bescheinigung, O.H.H.

4. Februar 1936

Nachweis der während einer kaufmännischen Ausbildung erworbenen Fähigkeiten. Belegt Dietrichs Kenntnisse in Buchhaltung und Maschinenschreiben.

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Referenzschreiben, O.H.H.

30. Mai 1936

Abschlussdokument, in dem seine „große Energie“ bei der Überwindung seiner Behinderung gewürdigt wird. Es markiert das Ende seiner Ausbildung, bevor er wegen seiner „nicht-arischen“ Herkunft zum Rücktritt gezwungen wurde.

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Ablehnung einer Bewerbung

5. September 1936

Schreiben von Otto Jeidels, in dem er seine Bewerbung ablehnt. Ein Beleg für die systematischen Hindernisse auf dem Arbeitsmarkt für Juden im Jahr 1936.

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Beschäftigungs-bestätigung bei Kosmos

23. April 1937

Vertrag mit der Kosmos Neuheiten GmbH. Seine einzige feste Anstellung nach der Lehre, zunächst als Aushilfskraft für 50 RM.

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Wehrpflicht Bescheinigung

17. April 1937

Einstufung in die „Reserve II zur Vorsorge“ aufgrund der Abstammung. Eine Form der administrativen Isolierung unter dem Nazi-Regime.

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Rechnung für Eheringe

20. November 1937

Ein persönliches Dokument aus der Zeit vor der Eheschließung. Es symbolisiert Hoffnung und Verbundenheit inmitten von Verfolgung.

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Ablehnung einer Gehaltserhöhung

16. März 1938

Eine demütigende Reaktion von Ernst Neuberg, der seine Einstellung als „Akt der Nächstenliebe“ bezeichnete. Dies führte zu seinem Rücktritt.

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Kündigung

31. März 1938

Abschlusszeugnis von Kosmos Neuheiten. Es markiert das Ende seines formellen Berufslebens in Deutschland.

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Heiratsurkunde

14. April 1938

Offizielle Eheschließung mit Irmgard Ostberg in Berlin-Tiergarten. Ein Bekenntnis zum Leben inmitten wachsender Feindseligkeiten.

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Fahrverbot für Juden

3. Dezember 1938

Verordnung von Heinrich Himmler zur Entziehung der Führerscheine für Juden. Dietrich verlor die unabhängige Mobilität, an die er sich aufgrund seiner Behinderung gewöhnt hatte.

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Antrag auf einen zusätzlichen Namen für Juden

29. Dezember 1938

Zwangsweise Einhaltung des Namensgesetzes. Dietrich fügte „Israel“ und Irmgard „Sara“ zu ihren offiziellen Namen hinzu.

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Steuerliche Unbedenklichkeits-besheinigung

10. Januar 1939

Unabdingbare Voraussetzung für den Nachweis der Entrichtung der konfiskatorischen Steuern. Ohne dieses Dokument hätten sie Deutschland nicht verlassen können.

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Führungszeugnis und Strafregisterauszug

18. Januar 1939

Für die Auswanderung ist ein polizeiliches Führungszeugnis erforderlich. Ein Teil des bürokratischen Labyrinths, das man durchqueren muss, um zu entkommen.

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Internationales Gesundheitszeugnis

23. Januar 1939

Ärztliches Attest der HAPAG, das seine Reisefähigkeit trotz Behinderung bescheinigte. Dies ermöglichte ihm, an Bord der M.S. Orinoco zu gehen und in die Freiheit zu reisen.

Dokument anzeigen
Nürnberger Gesetze (1935)

Entzog Juden die deutsche Staatsbürgerschaft und verbot „Mischehen“. Rechtliche Grundlage für die systematische Verfolgung.

Deutsche Arbeitsfront (1933–1945)

Deutsche Arbeitsfront, die die Gewerkschaften ersetzte. Schloss jüdische Arbeiter systematisch aus allen Unternehmen aus.

Kristallnacht (9.–10. November 1938)

„Die Reichspogromnacht“. Massiver Pogrom gegen Juden: 267 Synagogen zerstört, 7.500 Geschäfte geplündert, 91 Tote, 30.000 Festnahmen.

Namensgesetz (August 1938)

Juden wurden gezwungen, ihren Namen den Zusatz „Israel“ (Männer) oder „Sara“ (Frauen) hinzuzufügen. Eine Maßnahme der Demütigung und Kennzeichnung.

Jüdische Auswanderung (1933–1939)

Etwa 282.000 deutsche Juden wanderten vor dem Krieg aus. Der Prozess war kostspielig, bürokratisch und demütigend.

M.S. St. Louis (Mai 1939)

Ein Schiff mit 937 jüdischen Flüchtlingen an Bord, das von Kuba und den USA abgewiesen wurde, symbolisiert die Schließung der Grenzen. Die „Dietrich“ war erst wenige Monate zuvor ausgelaufen.

Juden in Deutschland (1938)

~400.000 (viele waren bereits ausgewandert).

Kosten der Auswanderung

Das Reich beschlagnahmte 80–90 % des Vermögens als „Fluchtsteuer“.

Verhaftungen in der Reichspogromnacht

30.000 Männer wurden in Konzentrationslager deportiert.

HAPAG (Hamburg-Amerika Linie)

Die hauptsächlich für die Flucht genutzte Reederei.

Reichsmark (RM) 1937

100 RM ≈ 40 USD (Dietrichs Monatsgehalt).

Die Reise nach Amerika

Das entspricht mehreren Monatsgehältern eines Durchschnittsverdieners.

Contexto Histórico

Primera Guerra Mundial (1914-1918)

Dietrich nació durante el último año de la guerra, en una Alemania devastada por el conflicto y marcada por la escasez alimentaria.

República de Weimar (1919-1933)

Período democrático en Alemania caracterizado por efervescencia cultural, inestabilidad política y avances médicos significativos, como los del Oskar-Helene-Heim.

Crisis de 1923

Hiperinflación catastrófica en Alemania. Un pan llegó a costar 200 mil millones de marcos. La clase media perdió sus ahorros.

30 de enero de 1933

Adolf Hitler asume como Canciller de Alemania, marcando el fin de la democracia. En marzo se aprueban las primeras leyes antisemitas.

Ley de Restauración del Funcionariado (abril 1933)

Primera ley que expulsó a judíos de cargos públicos y profesiones liberales. Afectó directamente a Walter Gerstel en sus posiciones directivas.

1934: Año de consolidación nazi

Hitler elimina oposición interna y se proclama Führer. Miles de judíos alemanes comienzan a emigrar, aunque muchos aún confían en que „pasará“.

Datos Clave

Población judía en Alemania (1933)

~500,000 personas (0.75% del total)

Judíos en Berlín

~160,000, la comunidad judía más grande de Alemania

Tasa de suicidios judíos (1933-1945)

Aumentó más del 500%

Focomelia

Ocurre en 1 de cada 100,000 nacimientos

Oskar-Helene-Heim

Fundado en 1905, pionero en ortopedia pediátrica

Permutit A.G

Empresa alemana líder en filtración de agua

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